Zunächst einmal herzlichsten Dank für alles! Jeder noch so kleine Tipp, jeder Gastartikel, jede Unterstützung und Weiterempfehlung hat auch in diesem Jahr erheblich dazu beigetragen, das Projekt O24 am Leben zu erhalten. Und wie könnte es im nächsten Jahr weitergehen?
Zensur
Immer absurdere Datenschutzregelungen und Beschneidungen der Meinungsfreiheit machen es noch schwieriger, gegen die Einheitspresse zu bestehen und die herrschende Politik zu kritisieren. EU und USA haben den “sozialen Netzwerken” Twitter und TikTok mit Verboten gedroht. Das muss einem nicht spanisch vorkommen, wie man früher zu sagen pflegte, es mutet chinesisch an oder iranisch, russisch, nordkoreanisch. Zensur ist kein Tabuthema mehr, um “unsere Freiheit” im Internet zu verteidigen. Krank, aber nicht überraschend, dass hier bald der Sack zugemacht werden soll. Warten wir mal ab, ob das “unsere Mächtigen” auch dauerhaft hinbekommen und die Kapazitäten bei Ermittlern und Gerichten ausreichen.
Kryptowährungen
In diesem Punkt bin ich mir sicher, die Stunde der Kryptowährungen schlägt erst noch. Der Bitcoin mag erledigt sein und mit ihm viele andere Kryptowährungen, dafür rückt der Zeitpunkt der Einführung der ersten staatlichen Digitalwährung immer näher. Wird es der Euro sein, der längst schon handelbare USD-Coin, Kryptorubel oder gar das schwedisch-britisch-chinesische Gemeinschaftsprojekt, das dann zur Leitwährung aufsteigt? Totale Kontrolle in Echtzeit wird damit ermöglicht, doch ganz ohne einen “freien Kryptomarkt” wird es nicht gehen, wie soll man sonst korrupte Politiker bezahlen? Scherz beiseite, die Entwicklung ist nicht aufzuhalten und birgt neben den Risiken auch Chancen.
Krieg
Sollte es wider Erwarten um die Ukraine etwas ruhiger werden, drohen neue “Konflikte” im Balkan oder ein Einmarsch der Chinesen in Taiwan. Vielleicht auch ein israelischer Angriff auf den Iran. Das sage nicht ich, sondern die Schlagzeilen der letzten Wochen, in denen die “Pandemie” begraben, aber mit der Angst vor Krieg Politik gemacht wird. Das wird uns das ganze Jahr begleiten, mehr will ich dazu nicht spekulieren.
Unruhen und politische Umstürze
Europa ist besonders in den westlichen Staaten zum Pulverfass geworden. Jahrzehntelang haben die Regierungen und Politiker aller Länder hart dafür gearbeitet, die Gesellschaft in immer kleinere Gruppen zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen. Paris ist wieder einmal ein übles Beispiel dafür. Ein “Rechtsextremer”, dessen Herkunft in deutschen Medien verschwiegen wurde, hat einen Anschlag auf Kurden verübt. Die darauffolgende Randale in der Hauptstadt ist das Ergebnis einer Migrationspolitik, die die Interessen der eigenen Bevölkerung bewusst mit Füßen tritt. Wer verfeindete ethnische Gruppen ins Land holt und ihre politische Arbeit sogar noch staatlich unterstützt, der will es nicht anders. Jedes Jahr liefern sich Türken und Kurden in ihren Gastländern blutige Auseinandersetzungen, ohne dass es zu irgendwelchen Konsequenzen kommt. Dies nur ein Beispiel für die zahlreichen Feindlichkeiten zwischen den verschiedenen Migrantengruppen. Multiethnische Gesellschaften halten meist nur solange, wie der Tisch für alle ausreichend gedeckt ist. Das aber sieht in den nächsten Jahren immer schlechter aus.
Politische Umstürze erscheinen vor einem solchen Szenario gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Möglicherweise erleben wir bald den Versuch eines “Regime Change” in einem Kernland der EU, vielleicht in Frankreich oder aber auch hier in Deutschland. Was auch immer geschieht, wenn es zu einer Veränderung des politischen Systems kommt, sind weitere Einschränkungen die Folge.
Die große Unbekannte
Wenn man Überlegungen zur näheren Zukunft anstellt, braucht es mindestens eine Variable, wie man sie aus der Mathematik kennt. Ein kleiner “Zufall” kann ein ganzes Kartenhaus zum Einsturz bringen und einer Entwicklung eine ganz neue Richtung geben. Vieles was heute als logische Konsequenz erscheint, war den Menschen in frühen Zeiten des Wandels nicht ersichtlich. Wer hätte Anfang des 20. Jahrhunderts, als eine Erfindung die nächste ablöste, der Mensch die Lüfte eroberte, mit dem “Ersten Weltkrieg” gerechnet und dem Ende der Monarchien in Deutschland, Österreich-Ungarn und dem zaristischen Russland? Was uns das neue Jahr in dieser Hinsicht bringt, kann spannend werden.
Lähmende Angst vor dem, was sowieso kommt, hilft niemandem weiter. Blicken wir lieber trotz aller Sorgenfalten mit Hoffnung nach vorne, vertrauen auf uns und unsere Familien und Freunde, unsere Weggefährten. Gehen wir denen nicht nur aus dem Weg, die uns nicht wohl gesonnen sind, sondern entziehen wir ihnen jede Energie, schenken wir ihnen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich, denn davon leben sie, aber nicht wir.
Ich für meinen Teil bin froh, den Weg bis hierher gegangen zu sein. Also auf, in ein neues Jahr – 2023 – und dem, was kommen wird!