Bremen: Linksextreme bekennen sich zu Anschlag auf Parteibüro der Grünen

Auf der linksextremen Plattform Indymedia haben sich Linksextreme zu einem Farbanschlag auf ein Parteibüro der Grünen bekannt.

… Wir haben dies getan, um ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit an die Menschen in den zentralen Aufnahmestellen in Bremen, Halberstadt, Ellwangen und Suhl zu senden. Und an all diejenigen, die weltweit ihr Dasein in Camps, Lagern, Heimen und Knästen fristen müssen.

Das Parteibüro der Grünen haben wir deshalb gewählt, weil die Grünen trotz all ihrer hohlen Wahlkampfphrasen mitverantwortlich sind für Dublin II, Frontex und konkret hier in Bremen für die unhaltbaren und menschenverachtenden Zustande in der Lindenstraße. Wenn Handschellen-Senatorin Anja Stahmann twittert #AbstandistLiebe, während gleichzeitig die Menschen in der Lindenstraße in vollbelegten Zimmen keinerlei Möglichkeiten haben den geforderten Mindestabstand einzuhalten, ist das an Zynismus schwer zu überbieten.

Solidarität bedeutet für uns nicht, nichts zu tun. Vor allem nicht, wenn die Zustände in der Corona-Pandemie immer unerträglicher werden für die marginalisierten, von der Gesellschaft ausgeschlossenen Menschen. Wir können nicht darauf warten, bis uns staatlicherseits wieder ein Recht zur Meinungsäußerung zugestanden wird oder auch nicht.

Erstmeldung

Die Fassade des Büros der Partei Bündnis 90 / Die Grünen ist in dem Zeitraum von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen von unbekannten Tätern mit weißer Farbe beschmiert worden. Polizisten bemerkten die Sachbeschädigung während der Streifenfahrt. Die gesamte Fassadenfläche der Büros in der Straße Am Wall würde verunreinigt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine politisch motivierte Straftat handelt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die verdächtige Personen im genannten Tatzeitraum im Bereich des Parteibüros gesehen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0421-362 38 88 mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung zu setzen.