Ermächtigung: Vom Ende der Demokratiesimulation und dem Versagen der „Zivilgesellschaft“

Für den kommenden Mittwoch, dem 18.11. rufen mehrere Initiativen zur Demonstration vor dem Bundestag auf. An diesem Tag soll das sogenannte „Bevölkerungsschutzgesetz“ in dritter Version verabschiedet werden. Der Aufruf einer Ärztin wird gerade durch die sozialen Netzwerke gejagt, auch mehrere Petitionen haben bereits über 100.000 Unterschriften erreicht. (1) (2)

Ich lehne mich mit meiner Einschätzung wohl nicht zu weit aus dem Fenster, dass all diesen Bittschriften und Protestaktionen kein Erfolg beschieden sein wird. Allenfalls verzögern Klagen und Überarbeitungen „kritischer Passagen“ im Gesetzestext die endgültige Verabschiedung, nicht aber das Ergebnis. Die breite Masse interessiert sich schlichtweg nicht dafür, dass die „demokratisch gewählten Vertreter“ gerade dabei sind, die Demokratiesimulation zu beenden und eine Übergangsform zur offenen Diktatur zu installieren, deren Ergebnis der totale Überwachungsstaat sein soll.

Ob man nun beharrlich und immer aggressiver an die Politik appeliert und auf das Gewissen einzelner Beteiligter setzt oder sich um Aufklärung derer bemüht, die gar nicht aufgeklärt werden wollen, man könnte auch ebenso gut mit einem Stein reden. Der Zug ist abgefahren, wer ihn aufhalten will, läuft Gefahr, von ihm überollt zu werden. Die Masse ist immer träge und behäbig, die wachsame Zivilgesellschaft nur eine Erfindung der Ideologen. Wer auf der Couch sitzt, lässt Hollywoodmuskelpakete für sich kämpfen oder steuert mit Superkräften ausgestattete Spiel-Avatare durch die kranken Fantasiewelten der Gamedesigner, die Teilnahme am richtigen Leben hat er eingestellt. Die Diktatur der Angepassten ist längst Realität. Dem Terror der Mitmenschen, welche Klamotten man tragen, welche Serien man schauen und wo man sich im Uraub die Birne zuschütten und wie viele Sexualpartner man gehabt haben muss, braucht doch eigentlich niemand nachtrauern. Dumm nur, dass das nicht die einzigen sind, die weggesperrt und am Reisen gehindert werden sollen. Die Regierenden machen keinen Unterschied. Die Früchte der Saat des Bösen bekommt jeder zu schmecken.

Es ist ein geistiger Krieg, der geführt wird. Es geht buchstäblich um die Seelen der Menschen. Aber nur um die, die sie noch nicht auf ihre Seite gezogen haben. Noch können Zeichen gesetzt werden, im digitalen Raum, wie auch da draußen, bald aber herrscht überall Dunkelheit, dann werdet ihr das Licht erkennen!

17 Kommentare

  1. Historisch gesehen: Es gab auch Zeiten, da wurden auf einmal die Edelleute aus den Sättel gespießt oder am nächsten Laternenpfahl aufgehängt. Oder im Käfig auf dem Marktplatz ausgestellt.

    1. Man denkt unwillkürlich an den Bauernaufstand

      Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm,
      der Regen durchrauschte die Straßen,
      und durch die Glocken und durch den Sturm
      gellte des Urhorns Blasen.

      Das Büffelhorn, das lange geruht,
      Veit Stoßperg nahm’s aus der Lade,
      das alte Horn, es brüllte nach Blut
      und wimmerte: „Gott genade!“

      Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft!
      Der Bauer stund auf im Lande,
      und tausendjährige Bauernkraft
      macht Schild und Schärpe zu Schande!

      Die Klingsburg hoch am Berge lag,
      sie zogen hinauf in Waffen,
      auframmte der Schmied mit einem Schlag
      das Tor, das er fronend geschaffen.

      Dem Ritter fuhr ein Schlag ins Gesicht
      und ein Spaten zwischen die Rippen –
      er brachte das Schwert aus der Scheide nicht,
      und nicht den Fluch von den Lippen.

      Aufrauschte die Flamme mit aller Kraft,
      brach Balken, Bogen und Bande –
      ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft:
      Der Bauer stund auf im Lande!

      Börries von Münchhausen

      1. Trotzdem eine zeitüberdauernde Mahnung. Denn die Geschehnisse endeten für manch einen Obrigkeitler dann doch zu spät.

          1. Die hatten aber gegenüber ihren Lebensverhältnissen und ihrem Schicksal keine Wahl. Die Obrigkeitler schon. Das ist der Unterschied.

          2. Mein Kommentar-casus-knacksus war das schlechte Omen. Der Ausgang („Ende“, steht bei), nicht warum es ggf. erforderlich war (nur Ihre interpretation meiner Gedankengänge).

          3. Sagen wir mal so: Der Untergang der Bauern auf die eine oder die andere Weise war damals sowieso besiegelt. Und dann haben sie halt einige der verdienten Gestalten gleich mitgenommen. Und das ist historisch gesehen mindestens mal nicht das Schlechteste.

      2. In der Schweiz nahm der Bauernaufstand ein gutes Ende, über 800 Jahre Direkte Demokratie seither, über 800 Jahre kein Krieg !

  2. eigentlich können sie beschließen was sie wollen.
    Wenn das Volk NEIN sagt und sich nicht an die ’neuen Gesetze‘ hält steht der Kaiser nackt da.
    Es liegt also an uns allen dieser Regierungssimulation die Rote Karte zu zeigen und sie einfach zu ignorieren.

    1. Exakt so isses ! Aber erklären sie das mal Onkel Herbert und Tante Frieda…Die kriegen dann glatt einen „Corona“-Schnappatmungsanfall !

  3. Soweit richtig, sofern mit „Zivilgesellschaft“ führende Köpfe der Revolution gemeint sind. Ein Volk alleine, ohne intellektuelle Führung, hat noch niemals etwas auf die Reihe gekriegt.

  4. Äh……….Momentchen mal. Hat denn nicht das „breite Bündnis“ der „Zivilgesellschaft“ die Diktatur erst – sekundiert vom tumben „Volkskörper“, eigenverantwortlich, planvoll und bewusst geschaffen ?

    Linksextremistische Gewerkschaften, linksextremistische Pfaffen, linksextremistische Parteien, linksextremistische Medien, linksextremistische NGOs, linksextremistische Schlägertrupps, etc. pp…..?

  5. Und alle beschwerten sich über die Finsternis, da kam einer und machte Licht und die Finsternis hat´s nicht begriffen!

    Na, woher stammt dieses Zitat?

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