#Iran vs. #USA: (K)einer wird gewinnen

von Wolfgang van de Rydt

Die Bilder aus Teheran sind eine Machtdemonstration der Mullahs. Das Regime huldigt einem Massenmörder, seine Tochter droht mit Vergeltung und Terror gegen US-Soldaten und ihre Kinder. Wenn die islamische Republik fällt, ist das mit Sicherheit kein Verlust für die Menschheit. Und die Mullahs werden fallen. Einen Krieg gegen die USA, eventuell mit Israel an seiner Seite – manche sagen, es sei eher umgekehrt – kann der Iran nicht gewinnen. Benjamin Netanjahu hat eine versteckte Drohung ausgesprochen und dann wieder zurückgenommen, dass Israel gar keine Nuklearmacht sei. Die Botschaft dahinter ist deutlich. Der Iran hat keine Atomwaffen und würde den Kürzeren ziehen, auf Hilfe anderer Staaten braucht man in Teheran für den Ernstfall nicht hoffen. Alle potentiellen Kriegsbeteiligten haben sich längst darauf geeinigt, im Kampf um den Iran einen sogenannten „Low intensity conflict“ auszutragen. Schauplatz bleibt vorerst der Irak.

Mit jedem Terroranschlag, ganz gleich ob der Iran dahintersteckt oder nicht und egal wo auf der Welt er geschieht, wird der Druck auf die Mullahs wachsen, da jedesmal ein weiterer Vorwand für Vergeltungsschläge geliefert wird. Und Trump wird nicht zögern, wenn es Prestigepunkte zu gewinnen gibt, die ihm bei der Wiederwahl helfen. Einen großen Krieg aber kann er nicht anfangen, damit würde er einen großen Teil seiner Wähler verprellen.

Der Nahe Osten fliegt uns nicht bald um die Ohren, wie gerade überall posaunt wird, er liegt bereits in Trümmern. Einzig der Iran hat standgehalten. Niemand wird gewinnen, wenn die Strategie der „Sieben Länder in sieben Jahren“ nun mit reichlich Verspätung doch noch zu Ende geführt wird, außer denen, die solche Pläne entworfen haben. Sie vertreten keine Staaten und Nationen, sondern ausschließlich elitäre Interessen.