Iraner ritzte sich Hakenkreuz in die Haut, um Nazi-Überfall vorzutäuschen

FakeNews - Foto: O24
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Bielefeld Brackwede: Ein 19-jähriger Iraner hat in sozialen Netzwerken mit einem angeblichen Überfall von Rechtsextremen auf ihn für Aufregung gesorgt. Die Unbekannten sollen ihm dabei ein Hakenkreuz in die Haut geritzt haben. Er ging zur Polizei und gab dort eine Personenbeschreibung der angeblichenTäter ab. Wie sich herausstellte, hatte er schon einmal Anzeige wegen eines rechtsextremen Übergriffs erstattet. Die Ermittler wurden misstrauisch, weil schon der erste angebliche Übergriff nicht aufgeklärt werden konnte. Nun stellte sich heraus, der Iraner hat die Tat frei erfunden, um Aufmerksamkeit zu erregen, teilte die Polizei mit:

Originalwortlaut:

Nachdem ein 19-jähriger iranischer Staatsangehöriger gegenüber der Polizei angegeben hatte, am Mittwoch, 11.11.2020, in Brackwede, im Bereich Niemöllershof, von einer rechten Personengruppe überfallen und verletzt worden zu sein räumte er am Freitagabend ein, sich die Verletzungen – unter anderem eine Schnittwunde in Form eines Hakenkreuzes auf der Haut – selbst zugefügt zu haben.

Am späten Abend des Freitag, 13.11.2020, erschien er unaufgefordert in Begleitung seiner Familie und eines Bekannten bei der Polizeiwache Nord und wollte sich äußern. In einer Vernehmung räumte er ein, dass der beschriebene Überfall nicht stattgefunden und er sich im Bereich Niemöllershof die Verletzungen mit einem Messer selbst zugefügt habe. Ein Passant habe ihn dann dort verletzt angetroffen und einen Krankenwagen gerufen.

Als Grund für die Vortäuschung gab er an, er habe durch die anschließende öffentliche Bekanntmachung des Sachverhalts Aufmerksamkeit erregen wollen.

Gegen den 19-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet.