Gut gesprochen, Frau Weidel! Aber,…

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Ist das nicht auch eine Form von Cancel Culture, wenn man sich genau dann von seinem langjährigen Vertrauten trennt, wenn es brenzlig wird? Wusste sie nicht, dass sich ihr Referent auf das dünne Eis der Kontaktschuld begeben hatte? Wo kein Kläger, da kein Richter. Taucht dann doch eine Schar Verfolger auf, will man nicht im Bilde gewesen sein und merkelt den eigenen Leuten in den Rücken. Ja, reden Sie nur!

Wie gesagt, gut gesprochen. Wenn es sich um eine reine Schmutzkampagne handelt, gibt es nichts weiter zu tun, als die Sache auszusitzen. Wer Kanzler werden will, sollte nicht nur von Merkel lernen, sondern auch mal nach Links schauen. Hat man jemals von einer Unvereinbarkeitsliste bei Grünen, SPD oder Linken gehört? Bei den Roten gibt es diesen Distanzierungswahn gegenüber dem Vorfeld nicht, da kann eine frühere Mitgliedschaft bei der RAF und eine “lebenslängliche” Haftstrafe wegen mehrerer politischer Morde schon mal als Eintrittskarte für den Bundestag dienen.

Eines muss man Frau Weidel jedoch zugute halten. Als es darum ging, den beliebtesten AfD-Politiker in Thüringen aus der Partei zu werfen, änderte sie im letzten Moment ihre Meinung. Egal ob es sich dabei um Einsicht, politische Weitsicht oder Opportunismus handelte, es war auf jeden Fall mutig. Das kann man von dem Eiertanz in den letzten Tagen nicht gerade sagen!


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Kommentare

4 Antworten zu „Gut gesprochen, Frau Weidel! Aber,…“

  1. Rumpelstilzchen

    Jeder darf mal einen Fehler machen. Aber in diesem Fall bleibt ein schaler Nachgeschmack.
    Wenn man hochverdienten und mit exzellenter fachlicher Expertise ausgestatteten AfD-Leuten wegen “Kontaktschuld” die Tür weist, dann ist das nicht in Ordnung.

    Wenn Hartwig sich mit der grün-lackierten Pommeranze Claudia Roth zum Kaffeekränzchen verabredet, ist das “kein Problem”.
    Wenn Hartwig an einem privaten Treffen von Patrioten teilnimmt, ist das ein Kündigungsgrund. Gerade andersherum müsste – wenn schon denn schon – sein.

    Unvereinbarkeitsliste hin oder her: Da befindet sich ganz offensichtlich etwas in Schieflage.

    Ganz abgesehen davon, dass es mit einem demokratischen und freiheitlich orientierten Grundverständnis wohl kaum vereinbar ist, dass man sich und anderen Kontaktverbote auferlegt. Warum soll/darf nicht jeder frei entscheiden, mit wem er sich zum Kaffeekränzchen oder zum simplen Fachaustausch verabredet?
    Hat die AfD schon einmal Art.2 GG gelesen, der die Privatautonomie des Bürgers regelt ? Auch ein AfD-Mitglied ist bekanntlich Bürger.

    Ja, ja, jaaaaaaaaaaa, der VerfassungsschMutz mit seinem Backpfeifengesicht Haldenwang!

    Es ist nicht verfassungswidrig, mit seinen Mitmenschen zu reden, weder mit Terroristen noch mit Mördern.

    Wie der Autor zutreffend feststellt: Bei der LINKEN BRUT gibt es so etwas nicht. Die treffen sich mit wem sie wollen, gleich ob RAF-Terrorist, Hammerbande, Mörder, Totschläger, Kinderficker oder Pipeline-Sprenger.

    Allein dies zeigt schon mehr als deutlich, dass diese Unvereinbarkeits-Distanzeritis ein SCHUSS INS EIGENE KNIE ist. Ein Hemmschuh. Eine scharfe Handgranate in der Sakko-Tasche. Ein Selbstmord-Programm.

    Eine hochintelligente Person wie Alice Weidel sollte dies verstehen und die richtigen Konsequenzen daraus ziehen. Die Entlassung von Hartwig war ganz klar ein Fehler. Solche Leute entläßt man nie und nimmer aus nichtigem Grund. Das hätte nicht geschehen dürfen.

    Würden bspw. die Grünen Khmer nach ähnlichen Kriterien verfahren, hätten die längst die gesamte Partei austauschen müssen, inklusive Putzfrau und Kombüsenwärter.

    Auch wenn man Kanzler-Ambitionen hat, muss man in einer solchen Situation Rückgrat zeigen und darf nicht den eigenen Leuten in den Rücken fallen. Ich nenne das Führungsintegrität.

  2. Cadario

    Vorsicht: keine Beurteilung von Dingen, die man nicht kennt: ist wie bei Produktbewertung bei ?Aldi?

  3. Ostland

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    blockquote>Leider sagt Frau Weidel nicht, was an einer Teilnahme an besagtem Treffen so schlimm war? Nach Aussage der Teilnehmer, zu denen ja Frau Weidel nicht gehörte, wurden dort nur Möglichkeiten besprochen, welche auch in anderen Länder wie z.B. Dänemark öffentlich diskutiert werden. Warum fordert Frau Weidel nicht öffentlich die Verantwortlichen von Correctiv auf, klare beweise für ihre Behauptungen auf den Tisch zu legen? Als Parteivorsitzende habe ich mich solange vor meine Mitarbeiter zu stellen, bis eine mögliche Verfehlung klar bewiesen ist. Und zwar durch klar belegte Fakten. Oder bestimmt mittlerweile schon die links-grün- versiffte Spezies in diesem Land, was AfD-Mitglieder dürfen und was nicht? Frau Weidel mag noch so viel klagen gegen die ganzen Schmutzkampagnen und Verleumdungen gegen die AfD, wenn sie das Spiel im Interesse ihrer politischen Gegner mitspielt, sollte man sich nicht wundern, wenn die ganzen schönen Umfragewerte irgendwann ganz gewaltig in den Keller stürzen. Wobei ich mit meiner Kritik nicht nur Frau Weidel anspreche; auch viele andere Spitzenpolitiker der AfD machen diesen Eiertanz mit. Statt klarer Kampfansage an den Gegner nur ein dünnes Pfeifen im Walde. Die AfD hat in der Vergangenheit schon oft genug bewiesen, dass sie in der Lage ist, sich selbst immer wieder lächerlich zu machen. Leider scheint sie auch diesmal nichts aus diesen Fehlern gelernt zu haben. Ich hoffe für die Zukunft dieser Partei nur, dass sie endlich einmal erkennt, dass es nicht nur ein Streben nach möglichst hoch dotierten Posten gibt, sondern Politik, und damit letztendlich auch Erfolge bei Wahlen, hauptsächlich dort gemacht wird, wo der Parlamentarismus keine Rolle spielt. Auf der Straße, bei all jenen patriotischen Gruppierungen, welche noch aus reiner Überzeugung zahlreiche Opfer bringen. Aber mit diesen Patrioten kann der Großteil der AfDler ja eh nichts anfangen!

  4. Frau Weidel sie kommen mir jetzt so vor wie die Meloni.
    Deshalb meine Frage: Sind Sie gekauft worden oder mit dem Tod bedroht worden?