Die neuesten Epstein-Akten (hauptsächlich die massive Freigabe des US-Justizministeriums Ende Januar 2026 mit über 3 Millionen Seiten, Tausenden Videos und ca. 180.000 Bildern) haben bisher vor allem politische und persönliche Konsequenzen in Form von Rücktritten, Druck und neuen/old Ermittlungen ausgelöst – aber keine großen neuen Strafverfahren gegen prominente Personen (Stand Anfang Februar 2026).Hier eine Übersicht über die bislang bekannten Folgen:
Rücktritte / Resignationen (bisher bestätigt)
- Morgan McSweeney (Großbritannien): Kabinettschef von Premierminister Keir Starmer → zurückgetreten (Anfang Februar 2026). Grund: Er half einem Epstein-Kontakt bei einer Beförderung / Verbindung zu Epstein.
- Peter Mandelson (Großbritannien): Labour-Politiker, Member of the House of Lords → aus der Labour Party ausgetreten und massiver Druck, auch aus dem House of Lords auszutreten. Neue Akten zeigten Zahlungen von Epstein an ihn vor 20+ Jahren und enge Kontakte.
- Miroslav Lajcak (Slowakei): Hoher Regierungsbeamter / früherer UN-Generalversammlungs-Präsident → zurückgetreten nach Fotos und E-Mails, die Treffen mit Epstein nach dessen Haftentlassung zeigten.
- Brad Karp (USA): Vorsitzender der Großkanzlei Paul, Weiss → als Chairman zurückgetreten (bleibt aber in der Kanzlei). Grund: E-Mails und Texte mit Epstein (u. a. Dank für „unvergesslichen Abend“, Job-Hilfe für Sohn, Golfclub-Vermittlung über Steve Bannon).
- Weitere Fälle in Europa (z. B. Norwegen, Schweden): Suspendierungen oder Rücktritte von UN-Vertretern oder Diplomaten (z. B. Joanna Rubinstein, Schweden), nachdem Besuche auf Epsteins Insel oder Kontakte bekannt wurden.
Laufende oder neue Ermittlungen
Bisher keine großen neuen Anklagen gegen „Kunden“ oder Mitwisser aus den Akten – das FBI und DOJ betonen weiterhin, dass keine „Client List“ existiert und kaum Beweise für ein organisiertes Trafficking-Netzwerk zu Mächtigen gefunden wurden.Bekannte Fälle mit (erneutem) Druck / Ermittlungen:
- Großbritannien: Polizei ermittelt gegen einen ehemaligen Minister (von Starmer zum US-Botschafter ernannt), der sensible Infos an Epstein weitergegeben haben soll.
- Prinz Andrew (UK): Wiederholte Forderungen, mit Behörden zu kooperieren und auszusagen.
- World Economic Forum (WEF): Präsident Børge Brende unter Druck / in Berichten genannt wegen Dinners mit Epstein → World Economic Forum under investigation (laut Forbes-Bericht).
- Andere Namen mit neuem Fokus: Bill Gates, Elon Musk, Richard Branson, Howard Lutnick (US-Handelsminister), Steve Tisch (New York Giants), Harvey Weinstein (Vorwürfe in Akten), Leon Black – meist soziale / finanzielle Kontakte, keine neuen Beweise für Straftaten.
Wer steht aktuell (besonders) unter Druck?
- US-Justizministerium / Trump-Administration: Massiver Vorwurf der Verschwörungstheoretiker und Opposition (Democrats), dass ~50 % der Files zurückgehalten werden. Kritik an unzureichenden Schwärzungen (Opfernamen teilweise ungeschwärzt → Tausende Dokumente zurückgezogen). DOJ musste Teile der Veröffentlichung rückgängig machen.
- Pam Bondi (US-Justizministerin): Druck, weil sie 2025 von einer „Client List“ sprach, die es laut FBI nie gab.
- Europäische Politiker / Adel: Besonders britische und norwegische Royals/Politiker (Mette-Marit-Nacktbilder-Vorwürfe, Andrew).
- Wissenschaftler / Tech-Milliardäre: Neue Details zu Beratung durch Epstein (Visa, Publikationen) → Rufschäden, aber keine Ermittlungen.
Zusammenfassend: Die Akten haben vor allem in Europa zu schnellen personellen Konsequenzen geführt, in den USA eher zu politischem Druck auf die Regierung und Verschwörungsdebatten. Große neue Strafverfahren gegen Prominente blieben bisher aus – viele Dokumente enthalten vor allem Kontakte, E-Mails und Gerüchte, keine harten Beweise für weitere Straftaten. Die Auswertung der Millionen Seiten läuft noch, daher können sich die Folgen in den nächsten Wochen/Monaten noch ändern.
