Ein banaler Streit wegen eines lauten Telefonats endet in einem Messerangriff: In der Dortmunder U-Bahn-Linie U42 wurde am Mittwochabend ein 46-jähriger Mann mit einem spitzen Gegenstand in den Nacken gestochen. Wie die Polizei Dortmund in einer Pressemitteilung berichtet, geschah die Tat gegen 22:25 Uhr auf Höhe Bornstraße in Fahrtrichtung Hombruch.
Der Dortmunder hatte den späteren Täter lediglich darauf angesprochen, dass dieser lautstark mit seinem Handy telefonierte. Aus Worten wurden Taten: Nach einem verbalen Streit zog der Angreifer offenbar ein Klappmesser und stach zu. Ziel war ausgerechnet der Nacken des Opfers – eine Attacke, die leicht tödlich hätte enden können.
An der Haltestelle „Glückaufstraße“ stieg der Täter aus und flüchtete zu Fuß in Richtung Süden. Der Verletzte wurde von Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nicht, er konnte nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.
Der Tatverdächtige soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein, rund 1,80 Meter groß, mit lockigen schwarzen Haaren. Auffällig: eine Sonnenbrille, eine gelb-schwarze Weste sowie ein Halstattoo. Laut Beschreibung habe er einen südeuropäischen Phänotypus.
Die Polizei Dortmund bittet Zeugen um Hinweise unter 0231/132-7441.
Wer abends mit der U-Bahn fährt, muss inzwischen offenbar damit rechnen, dass selbst ein Hinweis auf Rücksichtnahme in einem Messerangriff endet. Die Hemmschwelle sinkt – mitten im öffentlichen Nahverkehr.
