Am Samstagnachmittag kam es mitten in der Trierer Fußgängerzone zu dramatischen Szenen: Ein bewaffneter Mann lief mit einem großen Messer auf Polizeibeamte zu, die schließlich schossen, um ihn zu stoppen – wie die Polizei Trier mitteilt. Passanten hatten zuvor mehrfach den Notruf gewählt, weil der Mann mit einem Küchenmesser bewaffnet durch die Simeonstraße lief, Menschen ansprach und gezielt auf sie zuging.
Als mehrere Streifenwagen eintrafen, hielt der 34-jährige Trierer das Messer weiterhin in der Hand und machte wiederholt Stichbewegungen. Trotz mehrfacher Aufforderung legte er die Waffe nicht ab. Stattdessen zog er ein weiteres, deutlich größeres Messer mit rund 23 Zentimetern Klingenlänge unter seiner Jacke hervor und rannte auf die Beamten zu. Die Polizisten gaben daraufhin zwei Schüsse auf die Beine des Angreifers ab. Der Mann wurde am Fuß und am Bein getroffen und ging zu Boden.
Die Einsatzkräfte leisteten sofort Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht und umgehend operiert. Er liegt auf der Intensivstation, sein Zustand gilt derzeit als stabil. Die Staatsanwaltschaft Trier leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ein. Nach Einschätzung der Ermittler lief der Mann mit dem gezogenen Messer gezielt auf die Beamten zu, um sie anzugreifen.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise von Zeugen, insbesondere von einem Mann, der die Beamten kurz vor den Schüssen mit dem Hinweis „Vorsicht, der hat eine Machete“ warnte. Auch Personen, die zuvor im Bereich Hauptmarkt bis Porta Nigra von dem Tatverdächtigen bedroht wurden, sollen sich melden.
- Kriminalpolizei Trier (Tel.: 0651/983-43390)
