Ist es wieder soweit? Wegen seiner Parteizugehörigkeit hat ein Hausarzt einem Patienten per Email „gekündigt“, wie die Lahrer Zeitung vor einigen Tagen berichtete. Nun hat die den Fall aufgegriffen und zeigt einen Auszug der Email mit geschwärzter Adresse der Arztpraxis.
Sehr geehrter Herr Heiko Nüßner,
aufgrund deutlich politisch unterschiedlicher Ansichten, bitte ich Sie einen anderen Arzt Ihres
Vertrauens zu suchen…
Bei dem AfD-Politiker handelt es sich um den Stadtverordneten Heiko Nüßner, der wegen der Folgen eines Unfalls seit mehreren Jahren im Rollstuhl sitzt. Als langjähriger Patient hatte er seinen Hausarzt per Email um ein Rezept gebeten. Dieser hatte jedoch ein Foto seines Patienten in der Lokalpresse gesehen und lehnte deshalb die weitere Behandlung ab, weil er der AfD angehört.
Selbstverständlich betonte er auf Rückfragen der BILD hätte er den Patienten in einem akuten Notfall behandelt, der aber hier nicht vorliegen würde. Wo sind wir wieder gelandet, dass Ärzte sich wieder zu Schergen der politischen Kaste machen?
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12 Antworten zu „Wegen AfD-Mitgliedschaft: Hausarzt wirft langjährigen Patienten raus“