Wie die Polizei Offenbach berichtet, kam es in der Nacht zum Freitag gegen 2:40 Uhr auf dem Vorplatz des Bahnhofs in Neu-Isenburg zu einer heftigen Auseinandersetzung. Ein etwa 25 bis 30 Jahre alter Mann mit Vollbart, rund 1,80 Meter groß und dunkel gekleidet, soll zusammen mit einem unbekannten Begleiter auf eine Gruppe aus zwei Männern und einer Frau losgegangen sein. Schläge, Tritte, mutmaßliches Pfefferspray und sogar ein Messer sollen zum Einsatz gekommen sein – eine der Verletzten trug oberflächliche Schnittwunden davon. Die Täter flohen anschließend in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen laufen wegen gefährlicher Körperverletzung, Zeugen werden dringend gesucht.
Solche Vorfälle auf Bahnhofsvorplätzen sind leider kein Einzelfall mehr in Hessen und zeigen einmal mehr die wachsende Unsicherheit im öffentlichen Raum, besonders zu später Stunde. Während die Polizei fleißig nach Zeugen fahndet und die üblichen Appelle startet, bleibt die Frage, warum solche brutalen Attacken mit Messer und Reizgas immer öfter passieren und die Täter oft unerkannt entkommen können. Neu-Isenburg reiht sich damit in eine lange Liste von Orten ein, an denen Bürger sich nachts nicht mehr sicher fühlen – ein trauriges Symptom tieferliegender Probleme, die Politik und Behörden viel zu lange ignoriert haben.



