Vor dem AfD-Bundesparteitag fordert der Chef der Jugendorganisation Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm, eine Abkehr von bisherigen Rentenplänen seiner Partei. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte Hohm, das im AfD-Programm genannte Rentenniveau von 70 Prozent solle so nicht mehr erwähnt werden.
Wörtlich sprach Hohm von einer „schönen Utopie“. Eine Partei müsse in ihrem Programm realistische Ziele formulieren. Damit kommt ausgerechnet aus dem AfD-Nachwuchs Kritik an einem sozialpolitischen Versprechen, das vielen Wählern gefallen dürfte, aber finanziell kaum sauber unterlegt ist.
Hohm fordert stattdessen eine Stärkung privater und betrieblicher Altersvorsorge sowie die Einbeziehung von Beamten in das Rentensystem. Außerdem müsse der Sozialstaat neu priorisiert werden. Der Staat solle weniger Geld für Arbeitslose mit ausländischer Staatsbürgerschaft ausgeben und mehr für kinderreiche Familien tun.
Sein Vorschlag: Menschen mit drei oder mehr Kindern komplett von der Einkommensteuer befreien. Der Sozialstaat als Rundum-sorglos-Paket habe keine Zukunft, so Hohm. Eine Ansage, die in der Partei noch für Debatten sorgen dürfte.



