Ahriman Verlag: Geheimpolizei will Meinungsfreiheit mit Antisemitismus-Vorwurf zerschlagen

Der Ahriman Verlag sieht das jüngste Pamphlet des Bundesamts für Verfassungsschutz als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Die im Mai 2026 veröffentlichte Broschüre „Versteckte Botschaften – Antisemitische Codes und Chiffren“ listet Wörter, Namen und Symbole auf, die als „antisemitische Chiffren“ eingestuft werden.

Der Verlag kritisiert, dass darunter auch sachliche Begriffe wie „Lüge“, „Masken fallen lassen“, „Ostküste“, „Wall Street“, „Globalismus“, „Eliten“, „Hochfinanz“ oder „BlackRock“ fallen sollen. Selbst die Namen George Soros, Klaus Schwab, Larry Fink, Rockefeller und Gates sowie symbolische Motive wie ein Krake, ein Auge, ein Strippenzieher oder eine Puppe werden als potenzielle „Geheimzeichen“ für Antisemitismus gedeutet.

Der Verlag weist darauf hin, dass Rockefeller und Gates ausweislich ihrer Biografien keine jüdische Herkunft aufweisen. Die Klassifizierung solcher Begriffe als „antisemitische Chiffren“ sei beliebig und erlaube es, jederzeit jedermann den Vorwurf des Antisemitismus zu machen.

Besondere Brisanz sieht der Verlag darin, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz in die laufende Berufungsinstanz AHRIMAN vs. „perspektive“ am OLG Karlsruhe eingreife. Das Landgericht Freiburg hatte die Klage des Verlags gegen die Verleumdung, AHRIMAN veröffentliche regelmäßig antisemitische Bücher, im Herbst 2025 als zulässiges „Werturteil“ eingestuft – ohne nachprüfbare Tatsachengrundlage.

Ahriman betont, das Verlagsprogramm widme sich seit vier Jahrzehnten der Aufklärung, der Religionsfreiheit, der Judenemanzipation und der Meinungsfreiheit; es enthalte keine antisemitischen Aussagen. Der Verlag verweist auf jüdische Autoren und Widerstandskämpfer gegen Hitler wie Bernard Goldstein oder Leopold Trepper.

Die Anwendung der neuen BfV-Broschüre, so der Verlag, ermögliche eine flächendeckende Gesinnungsschnüffelei an Schulen, im Internet und inPublikation. Politischen Gegnern und Verlegern drohten existenzbedrohende Folgen: Zensur, Anzeigen, Sperrung von Konten und Buchmesse-Ausschluss. Das Stigma Antisemitismus wirke als Instrument zur Vernichtung unliebsamer Meinungen.

Entdecke mehr von freie deutsche Presse

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen